Vom Manuskript zum Buch…
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1
Jul

Von Schreibwerkstätten und Coachingstunden

categories Universität | wong it!    

Neues von der Dissertations-Front: Nach der Besprechung mit meinem Professor am Montag bin ich zwar gut ausgelastet, aber auch wieder voll motiviert Wir haben den Aufbau der Arbeit umgestellt und wieder sind ein paar mehr Knoten aus dem roten Faden raus! *freu*

Erfreulicherweise schlossen sich am Dienstag gleich eine offene Schreibwerkstatt vom Doktorandenzentrum an und heute gleich noch ein Schnuppercoaching beim writers’ studio. Den halben Abend habe ich nun vor meiner – zugegeben enormen – Pinnwand verbracht und den Aufbau hier mit Karteikarten neu strukturiert, den Gedankengang skizziert und so einfach eine klare Struktur geschaffen, anhand derer ich dann morgen anfangen kann, die Arbeit umzustellen.

Es ist wirklich schön zu sehen, wie sich das Projekt langsam einer “echten” wissenschaftlichen Arbeit nähert. Rohtext – Überarbeitung – Umstrukurierung – Überarbeitung – … und bald wird es ein fertiger Text sein. *freu*

Btw: Schreibcoaching ist etwas wirklich Spannendes, was ich mir in meiner beruflichen Zukunft auch wirklich gut vorstellen kann… ;)

19
May

Doktorandenschreibwerkstatt

categories Schreiber-Alltag, Universität, Wien | wong it!    

Hurra, was in Amerika, in Deutschland und sogar in Linz schon lang verbreitet ist, findet endlich auch nach Wien: Doktorandenschreibwerkstätten. Allein vorm Rechner grübeln ist ja das eine, aber gerade ein Mammutprojekt wie eine Dissertation schreibt sich nicht so leicht runter. Gelegentlich mal rauskommen und “Leidensgenossen” treffen, Probleme diskutieren und sich über Techniken und Verfahrensweisen austauschen, … Es tut gut, es ist anregend, es hilft. Allen Beteiligten.

Das neue Doktorandenzentrum an der Uni Wien richtet gerade eine Lounge ein, in der sich ver(w)irrte ;) Doktoranden treffen können und bietet überdies alle zwei Wochen eine offene Schreibwerkstatt an. Der erste Termin gestern hat mir schon sehr geholfen und ich freue mich bereits auf das nächste Mal – gerade jetzt in der Schreibphase steht man doch öfter vor Problemen, die man nicht vorhergesehen hat. Aber mit Unterstützung und ab und an einer unvoreingenommenen Meinung ist auch eine Dissertation schaffbar!

Übrigens: Citavi fanden alle ein sehr nützliches Tool und wer es noch nicht hatte, wird dies wohl bald ändern. ;)

28
Apr

Von Sprechstunden und Verwaltungsakten

categories Universität | wong it!    

Die letzte Woche verbrachte ich eigentlich primär mit Sprechstundenhopping. Alles fing letzte Woche Montag damit an, dass ich eigentlich nur wissen wollte, welches Formular ich benötige, wenn ich nun demnächst meine Dissertation einreichen will. Dabei erfuhr ich im Prüfungsreferat, dass mittlerweile alles anders ist. Denn auch wenn ich damals einen Betreuer und einen Zweitbetreuer angegeben habe, ist das jetzt nicht mehr bindend. Es gibt nur mehr einen Betreuer. Und wer die Arbeit hinterher liest, ist überhaupt nicht klar. Da kann man auf dem neuen Formular nur noch drei Vorschläge machen und der Studienprogrammleiter entscheidet dann, ob er jemanden von den drei Vorschlägen nimmt oder auch nicht. Mann kann also A, B und C vorschlagen und er gibt die Arbeit dann schließlich F und M. ^^ Ein etwas irritierendes Konzept, wenn man nun semesterlang einen Gedankengang mit einem Professor zusammen erarbeitet hat, aber andererseits spricht es immerhin für wissenschaftliche Objektivität, die ich generell nur befürworten kann. Wie auch immer. Ich fand mich also bei den Sprechstunden vom Studienprogrammleiter, einer Professorin und schließlich meines Betreuers ein – ersterer um mich zu vergewissern, dass diese Neuerung auch für den alten Studienplan gilt (tut sie), zweitere um sie davon in Kenntnis zu setzen, dass ich sie als Vorschlag auf meinem Formular anbringen möchte (fand sie gut) und dritterer, weil ich ein fachliches Problem hatte, das wir tatsächlich gelöst haben. Hurra!

Mein Problem war nämlich, mich mit mir selber auf einen Gottesbegriff zu einigen, was mich dann vom Schreiben abgehalten hat, da ich eigentlich die Arbeit symmetrisch geplant hatte. Auf der einen Seite die ästhetische Erfahrung mit ihrer Sonderform Schönheitserfahrung und auf der anderen Seite die religiöse Erfahrung mit ihrer Sonderform… Ja, was? Gotteserfahrung… Schon, ja. Gott… (Welcher davon?) Und dann gibt es da noch Transzendenz, das Heilige, das Numinose, Spiritualität, … Ich war völlig verwirrt. Als ich das Problem beim Privatissimum bei den Theologen vorbrachte, bekam ich die Antwort (vom Assistenten meines (damals noch?) Zweitbetreuers), dass es eh wurscht sei und ich genausogut meiner Arbeit einen Begriff von Klingonen unterlegen könnte, was zwar sachlich richtig aber weder hilfreich noch sonderlich höflich war. Dementgegen verstand mein Betreuer das Problem schließlich im Kern: “Vergessen Sie halt die Symmetrie und bearbeiten Sie die Sache, wie es sich thematisch beim Schreiben erschließt. Man muss nicht zwingend versuchen, bestimmte Inhalte reinzubringen, wenn die Sache sich dem sperrt. Wenn man an einer Stelle nicht weiterkommt, besonders bei so fundamentalen Fragen, hat das schon seine Gründe und dem sollte man dann auch nachgeben.” So in etwa hat er es gesagt. Gefolgt von: “Schreiben Sie jetzt zuerst das letzte Kapitel und dann sehen wir ja, welche Argumentationsstränge dann noch fehlen, die können Sie dann im vorletzten Kapitel noch erarbeiten. Das letzte ist sowieso das schwerste, das ist jetzt einmal eine Sache Ihrer psychischen Robustheit, sich da durchzubeißen. Aber Sie schaffen das schon.” Vor allem den letzten Satz fand ich dann ungemein aufbauend. Die Diss kann weitergehen! *freu* Danach hab ich dann auch wieder Zeit zu hoffen, dass mein Betreuer auch wirklich meine Arbeit zu lesen bekommt…

28
Apr

Reminder: Living Book Day

categories Bücher, Tipp!, Universität, Wien | wong it!    

Reminder: Morgen ist “Living Book Day” im großen Lesesaal der Universitätsbibliothek Wien. Von 16 bis 20 Uhr heißt es: “Schon einmal mit einem Buch geredet?”

Alle Infos auf livingbookday.at

30
Mar

Living Book Day

categories Bücher, Tipp!, Universität, Wien | wong it!    

Am 29. April 2010 ist “Living Book Day” im großen Lesesaal der Universitätsbibliothek Wien. Von 16 bis 20 Uhr heißt es: “Schon einmal mit einem Buch geredet?”

UNIPORT – das Karriereservice der Universität Wien startet in Kooperation mit der erfolgreichen Veranstaltungsreihe livingbooks ein ungewöhnliches Projekt zur Berufsorientierung: eine “Lebende Bibliothek der Berufsperspektiven”

Die “lebenden Bücher” als Wissensträger sind berufstätige Menschen und die “LeserInnen” sind BesucherInnen des LIVING BOOK DAY. “Gelesen” werden Menschen mit verschiedenen Berufen, Einstellungen und Werdegängen.

Die Begegnungen finden face-to-face im Großen Lesesaal der
Universitätsbibliothek Wien statt. Interessierte Studierende und
AbsolventInnen können diese LIVING BOOKS für persönliche Gespräche
“entlehnen” und erhalten Informationen aus erster Hand.

Rund 60 LIVING BOOKs teilen ihren beruflichen Wissens- und Erfahrungsschatz mit Ihren LeserInnen.

Alle Infos unter livingbookday.at

29
Mar

Berichte

categories Handarbeiten, Inspirationen, Krimi, Schreiber-Alltag, Universität, Urlaub, Verlage | wong it!    

Nach längerer Blog-Stille hier ein kurzer Bericht, was die letzte Zeit über passiert ist.

#Projekt Dissertation
139 Seiten. Tendenz steigend und sehr, sehr anstrengend. Aber es läuft und ich werde diese Woche auch die 140 knacken. Vor zwei Wochen habe ich meinem Proferssor die Rohfassungen der ersten drei Kapitel gegeben und nach Ostern will ich die Rohfassungen der Kapitel 4 und 5 fertig haben. 5 Titel meiner Hauptliteratur muss ich mir danach nochmal vornehmen und durcharbeiten.

# Kriminalroman
Ja, tatsächlich sind die ersten Rückmeldungen eingetrudelt. Leider noch keine Zusage, aber mein Favorit unter den Verlagen hat sich noch nicht gemeldet – Hoffnung besteht! ;)

# Heimaturlaub
Ja, da war ich die letzten 10 Tage – ein Wochenende zum Nähtreffen in Bordenau, dann in Hildesheim und Hannover. Musste mal sein und war wirklich schön. Ausgeschlafen habe ich zwar auch im Urlaub nicht, aber etwas Mut und Kraft geschöpft für die nächsten Etappen der Diss – bin ich froh, wenn die endlich fertig ist!

6
Mar

Projekt Dissertation – Level 1

categories Universität | wong it!    

So, gestern habe ich die Rohfassungen der Kapitel 1 bis 3 meinem Professor zum Drüberlesen gegeben. Nach Ostern bekommt er dann die letzten beiden Kapitel und dann geht es ans Auffüllen, Überarbeiten und Einarbeiten von fünf weiteren Texten, die ich natürlich erst jetzt bekommen hab… Nunja. Es nimmt Formen an. ;)

Citavi

7
Feb

Der Onyx Boox-60 im Uni-Praxistest

categories Erfahrungsbericht, Hardware, Universität, eBooks | wong it!    

Kürzlich gab es beim Literaturcafé einen Test zum Sony PRS-600 zu lesen, dem Gerät, das derzeit am deutschen Markt das wohl am verbreitetsten ist und das ich vor Kurzem beim Thalia vor Ort mit meinen Uniskripten testen durfte. Leider hat er mich besonders wegen der merkwürdig geteilten Anzeige von PDFs nicht überzeugen können – im oberen Teil des Bildschirms wurde eine Übersicht der A4-Seite gezeigt, darunter dann der ausgelesene Text noch einmal. Für wissenschaftliches Arbeiten nicht gerade brauchbar, außer man macht sich die Mühe, alle Unterlagen zu konvertieren, was mit einer kostenlosen Software wie Caliber durchaus möglich aber auch zeitaufwändig ist.

Ein weiteres Gerät am eReading-Himmel machte nun schon seit einer Weile von sich die Kunde und ich hatte das Glück, den Onyx Boox-60 für den Unibetrieb nun genauer unter die Lupe nehmen zu können.

Erster Eindruck
Boox-60 out of the boxMein erster Eindruck war durchaus positiv. Der Reader steckt in einer schwarzen Kunstlederhülle, die sich wie ein Buchumschlag aufklappen und halten lässt. Dabei waren noch USB-Kabel, Ladegerät und eine Kurzanleitung und alles zusammen in einer schnörkellosen, robusten Verpackung. Nichts zu meckern. Die Neugierde hat natürlich sofort gewonnen und ich war positiv überrascht, dass der Reader von Werk aus zu gut 90% geladen ankam – dem sofortigen Kennenlernen stand nichts im Wege. Bücher waren keine vorinstalliert, aber eine 2GB SD Karte dabei, die schnell mit den wichtigsten Uniskripten und zwei “Freizeitbüchern” versehen im Boox-60 landete.

Äußerlichkeiten
Onyx Boox-60Die erwähnte Schutzhülle bestand sofort den Praxistest – am Sofa liegen und den Reader wie ein Buch halten funktioniert einwandfrei. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar, auch die SD Karte kann man ungestört einsetzen und herausnehmen. Dank einer Aussparung an der Hinterseite kann man auch problemlos an den Stylus gelangen. TOP!

Nimmt man den Boox-60 aus der Hülle heraus, liegt die Oberfläche frei – das schlichte weiße Design der Vorderseite erinnert etwas an einen iPod vergangener Generationen. Generell nichts Schlechtes. Die Rückseite ist nur im oberen Teil aus demselben weißen Kunsttoff, der untere Teil scheint aus gebürstetem Metall zu bestehen und fühlt sich etwas stumpf an. Ich fand die Haptik der Rückseite nicht sehr ansprechend und auch meine Kommilitonen waren nicht sonders angetan davon. Also, Hülle wieder drauf und alles ist gut.

Das Display kann gegenüber dem des Sony PRS-600 überzeugen. Da spiegelt nichts und die Schrift ist in allen Lebenslagen und Lichtverhältnissen scharf und gut lesbar. Einen Tick dunkler könnte sie sein, aber das ist möglicherweise persönliche Geschmackssache. Wobei das Lesen im Kinosaal dann bei einsetzender Werbung mangels Hintergrundbeleuchtung ausfiel… ;) Aber ein normales Buch hätte da auch nicht besser abgeschnitten.

Lesen
Die Menüführung des Boox-60 ist recht komfortabel und intuitiv bedienbar. Deutsch lässt sich zwar bereits als Menüsprache auswählen, funktioniert aber noch nicht; alles wird nach wie vor in Englisch angezeigt – das soll sich aber wohl mit dem kommenden Firmware-Update geben.

Mit dem Drücken der Power-Taste geht der Boox-60 in Standby, den er übrigens gute drei Tage aushält. Nettes Extra: wechselnde Bilder als Bildschirmschoner! Aus dem Standby ist der Boox-60 in 5 Sekunden wieder startbereit. War er vorher ganz abgeschlaten braucht er 17 Sekunden bis zur Einsatzbereitschaft.

Standard-Funktionen wie Bookmarks (Lesezeichen), etc. funktionieren alle einwandfrei. Nichts zu meckern. An allen Windows- und Linux-Rechnern wurde er Reader nach dem Anstecken via USB-Kabel (Standard-Mini-USB) anstandslos als Externlaufwerk erkannt und das Laden der Dateien funktioniert überall ganz einfach per drag’n'drop. SUPER! Einen Mac hatte ich leider nicht für Testzwecke zur Verfügung, vermute hier aber auch allgemeine Problemlosigkeit.

Nicht ganz so simpel (soll heißen: man muss schon im Internet nachlesen) ist das Installieren verschiedener Wörterbücher für den Boox-60 und eigene Schriften kann man ihm auch noch hinzufügen.

Praktisch ist auch die einblendbare Uhr – zum Lernen zwischen den Vorlesungen nett. Gut wäre noch eine kleine Alarm-Funktion, dass man den Anfang der nächsten Veranstaltung nicht verpasst.

Der Boox-60 und die Uni-Skripten
Wie gesagt habe ich den eReader mit in die Uni genommen und auch einigen Kommilitonen zum Testen in die Hand gedrückt. Die Textfiles und Text-PDFs waren allesamt kein Problem, nur die Randnotizen, auf die sich alle sehr gefreut haben, konnten nicht wirklich überzeugen – einigen war der Druck zuviel, den man auf das Display aufbringen muss damit sich “überhaupt etwas tut” und generell ist das Schreiben mit dem Stylus auf dem Touchscreen zu ungenau. Da kann ein Strich schonmal 6 Millimeter neben der eigentlichen Aufdrucksfläche erscheinen. Die Schrift wirkt pixelig und wird irgendwann einfach zu krakelig. Vor allem wird die Genauigkeit zum Rand des Touchscreens hin immer schlechter – also genau da, wo man Nozizen normalerweise macht. Für Markierungen im Text und Ausrufezeichen am Rand langt es aber allemal.

Eine Anregung kam von einer Kommilitonin: eventuell wär eine Randnotizfunktion wie sie beim OpenOffice oder auch M$Word vorhanden ist eine Alternative zum sinnvollen Exzerpieren von Texten, wobei mir persönlich da die Eingabe wohl ein wenig zu umständlich werden würde.

Positiv fiel dagegen auf, dass man ein doppelseitiges A4 Bild-PDF gut im Landscape-Modus lesen kann und eine Scan-Seite wird komplett angezeigt, sprich: es sind auch die Seitenzahlen gut zu erkennen, was beim wissenschaftlichen Arbeiten entscheidend ist. Wem die Schrift zu klein oder auch zu groß ist, der kann bei Bild-PDFs zwischen insgesamt 12 Zoom-Faktoren wählen. Es gibt dabei auch einen Auswahl-Zoom, die größte Vergrößerung sind 400%. Für Textdokumente gibt es 5 Schriftgrößen.

Basisfunktionen wie Blättern oder Menüführung können sowohl mit dem Stylus als auch mit dem Steuerkreuz bedient werden, wobei es sich als am praktischsten herausgestellt hat, beim Exzerpieren (also Lesen mit angeschalteter Annotations-Funktion für Randbemerkungen, etc.) mit dem Steuerkreuz zu blättern und den Stylus nur für die Anmerkungen zu nutzen.

WLAN & WLAN im Hörsaal
der Vienna Writer's Blog auf dem Boox-60Generell funktioniert WLAN mit dem Boox-60 ganz problemlos. Leider fehlt eine direkte Eingabe der URL, man ann Seiten nur über die Google-Suche erreichen. Voreingestellt sind Google, Wikipedia, Adobe und die Herstellerhomepage Onyx.

Wurde ein Netzwerk bereits einmal verbunden, startet der Boox-60 diese Verbindung automatisch. Sind mehrere drahtlose Netzwerke verfügbar von denen keines bisher verwendet wurde, kommt man auf eine Auswahlseite, auf der im Übrigen unten auch gleich die Mac-Adresse des Gerätes angezeigt wird – praktisch. Der Boox-60 unterstützt Verschlüsselungen WEP open und shared und hatte mit keinem der getesteten Drahtlosnetzwerke Probleme. Leider war das freie Studentennetzwerk am Campus defekt als ich dort war, aber ich vermute, das auch dieses einwandfrei funktionieren dürfte, das hat auch mit dem Palm Pilot immer hingehauen.

Für animierte Inhalte und Flash-Seiten ist das Display des Readers jetzt nicht direkt geeignet, aber für eMails und reine Informationssuche ist das Gerät tatsächlich brauchbar.

Musik
Ja, der Boox-60 spielt auch MP3s ab. Was ich etwas irritierend fand war, dass man die Lautstärke wohl nur mittels des an der Unterkante angebrachten Schalters ändern kann, aber generell ist die Musikwiedergabe während des Lesens kein Problem.

Studentenwünsche

* eine Funktion, mit der man Notiz-Verlinkungen in ein “Bild-Pdf” einfügen kann (also dass man dann am Rand z.B. einen Punkt hat, auf den man klicken kann und wo sich dann ein kleines Fenster öffnet, in das man (ähnlich wie bei der Word-Notiz-Funktion) etwas hineinschreiben kann)

* USB-Anschluss damit man z.B. eine Tastatur anschließen könnte und einen USB-Stick um Uniskripten direkt auf den Reader kopieren zu können

* Alarm-Funktionen, dass man beim Lernen zwischen den Vorlesungen den Anfang der nächsten Veranstaltung nicht verpasst

* Diktiergerät-Funktion (mit langer Aufnahmezeit um die Vorlesung aufzunehmen)

* externer Lautsprecher für Audiobooks und aufgenommene Sprachnotizen & Vorlesungen

* Kalenderfunktion (wie Sunbird bzw. Thunderbird-Kalender oder überhaupt einen Kalender der auf Google-Calendar zugreift) (wobei man ja über den Browser eh auf den Google-Kalender zugreifen kann…)

* Hintergrundlicht das man aber auch ausschalten kann

* verbesserte Schreib-Funktion

Fazit

+
plattformübergreifende Kompatibilität
Landscape-Ansicht in welcher man doppelseitige PDFs auch noch gut lesen kann
PDF-Zoom
Text-Markierungen
Annotations-Funktion
lange Akkulaufzeit
angenehmes Display auch bei stundenlangem Lesen; kein Spiegeln, etc.
WLAN
Mac-Adresse wird angezeigt, man muss nicht suchen

-
für’s Exzerpieren dürfte das Display eine Nummer größer sein
Touchscreen zu ungenau (vor allem zum Rand hin)
Refresh-Zeit ein klein wenig zu langsam (wobei es bei ausgeschlatetem “Full-Refresh” ok ist)
Haptik der Rückseite unangenehm (was sich mit dem Cover auch erledigt hat)

Generell waren wir uns alle einig: ein guter Anfang und vor allem gegenüber dem Sony PRS-600 wirklich im Unibetrieb brauchbar. Das tonnenhafte (und teure) Ausdrucken von Skripten könnte wirklich bald ein Ende haben und die Rückenschmerzen vom Bücherschleppen ebenso. Für den stetigen Gebrauch im Uni-Alltag ist der Boox-60 zwar noch etwas lückenhaft und ein 9″ Display wäre dem komfortablen Arbeiten sicher zuträglich, aber der Anfang ist gemacht. Das Interesse bei den Studenten, denen ich das Gerät gezeigt habe, ist durchaus geweckt und sie konnten sich vorstellen, einen eReader für den Uni-Alltag zu benutzen – wenn auch vielleicht eher ein 9″-Gerät. Der große Vorteil des eReaders ist tatsächlich das nicht-spiegelnde Display, das das lange Lesen und Lernen gegenüber dem an einem Computerbildschirm deutlich angenehmer macht. Auch die Möglichkeit, Textpassagen zu markieren und vor allem Randnotizen zu machen (wenn auch noch nicht optimal) ist hervorragend für Schüler und Studenten geeignet. Eventuell wäre dies sogar ein Anwendungsbereich für Lektoren, würde man sich und den Autoren ganze Papierfluten ersparen!

Ich bin schon gespannt, was Onyx uns im Laufe der nächsten Monate noch präsentieren wird und wie lange es noch dauert, bis die “technische Revolution” auch am Campus Einzug hält (und damit meine ich nicht flächendeckende Online-Einschreibung die zu unnötigen Wartesemestern führt ;) ).

Rating: ★★★½☆

GUTSCHEIN!!!
Das Beste zum Schluss: Ich kann stolz verkünden, dass Onyx für den Vienna Writer’s Blog einen -10%-Gutschein auf den Onyx Boox-60 zur Verfügung gestellt hat. Das heißt, Leser des VWB bekommen den Boox-60 um 296,95€! Einzulösen mit dem Code “Onyx-Boox-10%-off-austria” (die “” weglassen) bei ebookreaderstore.de.

Onyx Retail | Onyx Deutschland

25
Nov

PeDisWriMo – Schreiben alleine reicht nicht

categories Schreiber-Alltag, Universität | wong it!    

PedDisWriMo 2009Ja, die lange Stille bedeutet, dass ich mitten in einem Haufen Arbeit hocke… Insgesamt sind nun schon 106 Seiten Dissertation auf meinem Rechner (und an vier Backup-Stellen) vorhanden. Ein Drittel habe ich also schon! *freu*

Allerdings, Rohtext hin oder her – nur Runterschreiben ist bei Wissenschaftstext leider nicht. Bin also zwischendrin wieder am Lesen und Exzerpieren… Schon mühsam. Leider. Immerhin bin ich nach den ganzen zähen Philosophie-Grundlagen jetzt bei den Theologie-Grundlagen angekommen und die sind zumindest vergleichsweise nahezu easy reading. Ist ja auch schon was…

Zum Exzerpieren habe ich auch das Citavi reaktiviert und freue mich wieder daran, dass ich so gleich alles im Rechner hab und nicht noch Exzerptzettel durchwühlen muss. Nur, da ich am Netbook schreibe, ist die Übersicht leider nicht so super – 10″ sind leider doch etwas wenig um wirklich einen brauchbaren Überblick zu bekokmmen. Also: Scrollen, scrollen, scrollen…

Was mich gerade wirklich freut ist, dass sich der ganze Grundlagen-Teil zusehends füllt – ein wirklich gutes Gefühl zu sehen, wass etwas weitergeht.

Citavi

19
Nov

PeDisWriMo – Zeit sparen mit SQR

categories Schreiber-Alltag, Tipp!, Universität | wong it!    

PedDisWriMo 2009Nein, SQR hat nichts mit Römern zu tun, das ist gezieltes Book-Screening. ;) Die Woche war ich wieder einmal in der Bibliothek und habe nach brauchbarem Material gesucht. Diesmal noch gezielter dank der SQR-Methode, die Judith Wolfsberger in Frei geschrieben: Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten vorstellt. Ist gar nicht so schwer und vor allem sinnvoll. Innerhalb von einer halben Stunde kann man recht sicher beurteilen, ob das Buch für die eigene Arbeit taugt und wenn ja, welche Teile davon.

S wie Survey – etwa 2 Minuten
Erst einmal einen flinken Überblick bekommen – Titel & Untertitel, Autor und Klappentext überfliegen.
Reinblättern – Textmenge, Überschriften, Bilder, genereller optischer Eindruck.

Q wie Question – etwa 8 Minuten
Fragen an das Buch stellen und in einer Mindmap festhalten.

    Was will ich wissen?
    Was brauche ich für meine Arbeit?
    Welche Inhalte muss das Buch behandeln um für meine Zwecke brauchbar zu sein?

R wie Read – etwa 20 Minuten
Jetzt geht es an eine genauere Auseinandersetzung mit dem Buch…

    Titel, Untertitel und Klappentexte lesen.
    Inhaltsverzeichnis, Register & Literaturverzeichnis anschauen
    Einleitung & Schluss / Zusammenfassung lesen
    In ein oder zwei Kapitel reinlesen, die auf den ersten Blick interessant für die eigene Arbeit sein könnten.
    Das ganze Buch durchblättern und dort weiterlesen, wo das Auge hängenbleibt. Beim Durchschauen gleich Antworten auf die Fragen im Mindmap dazuschreiben.
    Schließlich: Ist das Buch für die eigenen Zwecke brauchbar?
    Falls ja, welche Kepitel & Aspekte im Besonderen?

Mit so einem Plan in der Hand und einem Fragenkatalog auf dem Papier kann man letztendlich viel Zeit sparen, indem man Bücher, die den Anforderungen der eigenen Arbeit nicht standhalten einfach gleich in der Bibliothek lässt.

Tipp: Wenn die Bücher ständig ausgeborgt sind und man nicht reinschauen kann, ehe man sie letztendlich selbst in der Hand halten kann, kann man über die Google Buchsuche zumindest einmal einen Blick hineinwerfen und die SQR Methode darauf anwenden, auch wenn nur Ausschnitte des Buches dort verfügbar sein sollten. Zumindest Inhaltsverzeichnis, Klappentexte, etc. sind eigentlich immer zugänglich. Alternativ geht dies bei neuen Büchern auch bei Amazon mit “Blick ins Buch”. Wenn man dann befindet, dass man das Buch für die eigene Arbeit nutzen kann, kann man es dann noch immer in der Bibliothek bestellen und warten, bis es ankommt. Falls nein, erspart man sich immerhin das Abholen und gleich wieder Zurücktragen.

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