Vom Manuskript zum Buch…
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31
Aug

Calmeo365 – Erfahrungsbericht

categories Bücher, Erfahrungsbericht, Inspirationen, Kalender | wong it!    

Calmeo356 im Kaffeehaus ;)
Mein Schatz(ssssss)
Eine Weile durfte ich einen Calmeo365 testhalber mein Eigen nennen und bin ganz begeistert. Meine erste Assoziation bezüglich der Kombination von Leder und Holz waren die mittelalterlichen Codices, aber die Umsetzung ist tatsächlich hochmodern. Er fühlt sich einfach gut an, liegt gut in der Hand, ist praktisch und passt in nahezu jedes Täschchen. Ein hübsches Kleinod, das man nicht mehr hergeben mag.

Qualitätsurteil: sehr gut
Calmeo365 - kleine SchrammeGleich ein paar Worte zur Qualität: sie ist top. Ich habe den Calmeo365 wirklich nicht geschont, habe ihn (wie auch mein Telefon und überhaupt all meine Dinge) einfach in die Tasche oder den Rucksack geschmissen, tagelang herumgetragen, zweimal (allerdings wirklich versehentlich) fallenlassen und er sieht noch immer aus wie neu. Eine kleine Schramme und ein winziger Fleck sind am Leder, sonst sieht er so beeindruckend aus wie zuvor und das nach mehreren Wochen Stressgebrauch. Alle Achtung!

Was mir beim Auspacken aus der stylischen Verpackung noch auffiel war das handsignierte Echtheitszertifikat. Man fühlt sich wirklich, als hätte man gerade einen von diesen diamantbesetzten Füllfederhaltern um 20.000€ gekauft. ;)

“Was hast Du denn da?”
Calmeo365 - Größenvergleich mit iPhone 3G & A6-KalenderApropos beeindruckend: besonders gut kamen auch die Kommentare jedes Mal, wenn ich den Calmeo365 zückte: “Oh, das ist aber ein schicker Kalender!” oder auch “Der macht endlich mal einen robusten Eindruck.” “Wo hast Du den denn her?” “Cooles Teil!” “Wow, das mit dem Holz ist ja nett!” waren die häufigsten Reaktionen. Man fällt damit definitiv auf. Süß auch die Aussage einer Autorenkollegin: “Toller Organizer! … Ist doch einer, oder?”

Preis oder Werte?
Das große Schlucken kam dann allerdings ebenfalls jedesmal, wenn es um den Preis des Schmuckstücks ging. 198€ für einen kompletten Calmeo365 mit Einlagen, etc. sind leider nicht geschenkt, auch wenn bei jedem Kauf 1€ an die Caritas geht und der Calmeo365 generell in Europa handgefertigt wird. Jedes einzelne Teil. Vom Holzpaneel zum Lederriemen. Alles gute europäische Arbeitsplätze – der Großteil davon in Österreich und Deutschland. Schöne Sache. Nur alle, die zwei Minuten vorher noch hächst interessiert waren, waren wieder ganz davon ab – Autoren, Selbständige Schreiberlinge, Kreative aller Art und Studenten (also alle, denen ich das gute Stück gezeigt habe) sind – zumindest was die Preisgestaltung angeht – leider nicht die Zielgruppe.

Calmeo startet 365 mal im Jahr
Jeder Tag ist ein Jahresanfang – für besondere Anlässe aller Art einen Kalender verschenken zu können, der genau an diesem Tag beginnt, ist schon schön. Eine interessante Idee. Eine Herausforderung für das eigene Denken, das Jahr nicht automatisch vom 1.1. bis 31.12. zu begreifen. Ich gebe zu, ich habe mich eigentlich immer für recht flexibel gehalten, aber ich tue mir dennoch schwer, suche immer wieder nach den vertrauten Start- und Enddaten des Kalenders. Andererseits mag ich diesen täglichen Denkzettel, aus eingefahrenen Denkmustern auszubrechen.

Eine Frage des Formats
Calmeo365 - Größenvergleich mit meiner HandDas ungewöhnliche Taschenformat hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen förmlich auf der Hand – sogar auf meiner nicht allzu enorm dimensionierten. ;) Der Calmeo365 passt in nahezu jede Tasche, sogar in die Innentasche eines Jacketts. “Der Calmeo365 ist von vorne herein kein Business-Timer” schreibt Manfred Prossinger. Der Calmeo365 ist eher als Accessoire gedacht, als Notizbüchlein, als kleines Luxusgut.

Eine Sache, die mich etwas nachdenktlich stimmt, ist das proprietäre Format der Calmeo365-Einlagen. Schön abgerundet gibt es keine Eselsohren. Wird es im Calmeo365 wohl auch nie geben, denn andere Einlagen passen nicht hinein. Natürlich könnte man die kleinsten Standard- bzw. Filofax Mini Einlagen neu lochen, aber schöner sind die “originalen” ja schon mit ihren grob 8x6cm. Doch darauf alle Privattermine für drei (Mo-Mi, linke Seite) bzw. vier Tage (Do-So, rechte Seite) unterzubringen ist vermutlich ebenfalls bereits utopisch. 3 Zeilen pro Tag sind nicht viel. Aber Luxus muss nicht groß sein, nur schön. ;)
Calmeo365 - Größenvergleich ZeitplanerCalmeo365 - Größenvergleich mit Filofax Mini

Apropos Format: über weitere Formate wird tatsächlich nachgedacht, doch so simpel scheint es nicht zu sein, die Calmeo365-Produktpalette zu erweitern. “Holz ist ein Naturmaterial – dieses zu verarbeiten, ist ‘nicht ohne’. Die Holzpaneele würden, wären diese erheblich größer, bald als ‘Bretter’ empfunden werden und auch in der Produktion würden weitere Hürden entstehen…” gibt Manfred Prossinger Auskunft.

Farbe bekennen
Was am Format derzeit in starren Bahnen zu laufen scheint, macht die Farbe wieder wett – den Calmeo365 bekommt man in den verschiedensten Farbgebungen und im Oktober soll die Farbpalette noch einmal wachsen (um Blau, Grün und Aubergine – die neuen Farben sind bereits auf der Calmeo365-Facebookseite zu bewundern). Man kann seinen Calmeo365 auch komplett personalisieren – sämtliche Lederteile lassen sich auswechseln (und übrigens auch einzeln nachkaufen) bzw. schon von vornherein in beliebiger Farbstellung kombinieren. Die Holzpaneele gibt es in Ahorn (hell) und Nuss (dunkel), die Lederteile derzeit in Schwarz, Braun, Türkis, Creme, Vanille, Rosa, Hellblau, Rot und Weiß.

Was die Zukunft bringt
Mehr Farben, vielleicht neue Formate, die Ideenschmiede von Manfred Prossinger und Team könnte uns noch überraschen. Bisher läuft jedenfalls alles nach Plan. “Die positiven Reaktionen und die Bestellungen bis dato sind schon eine erste Bestätigung, klar. Auch Grund zur Freude, denn die Investition von rund 2 Jahren Vorlaufzeit (Entwicklung, Markterhebung, Umsetzung, Musterschutz etc.) hat sich gelohnt.” Super! Ich drücke dem Team und allen Projekten jedenfalls die Daumen – schon alleine, dass der Nachschub an passenden Einlagen für die Calmeos der Welt nicht abreißt! Schließlich haben wir alle ja noch ein paar Jahre vor uns.

Zukunftswünsche
Calmeo365 - LedereinlageWie wäre es mit passenden Hüllen für BlackBerry, iPhone & Co, dass man alles im passenden Design hat? Fände zumindest ich eine nette Idee. Was ich aber tatsächlich etwas vermisse ist ein “Lesezeichen”. Bei Filofax wird das mit einem Lineal gelöst, das man immer zur aktuellen Woche “einklicken” kann und das dann mit umgeblättert wird. Sehr praktisch. Beim Calmeo muss man immer nach dem aktuellen Datum suchen; die Ledereinlage für Kredit- oder Visitenkarten ist etwas zu sperrig für den Zweck. Und apropos Visitenkarten, einen Visitenkartenhalter für “fremde” Karten fände ich ja auch sehr nett.
Für langweilige Meetings oder für’s Warten beim Arzt oder auf den Zug wären Einlagen mit Sudoku oder so vielleicht noch eine Idee. ;)

Fazit
Für mich ist der Calmeo365 ein schönes Add-On zum elektronischen Kalender, ein kleiner Luxus und ein Schreibutensil. Er ist sehr hochwertig verarbeitet und detailgenau durchdacht. Leider in einem proprietären Format, was die Auswahl an Einlagen sehr einschränkt, aber vielleicht wird das in die ein oder andere Richtung noch geändert. In jedem Fall würde ich mir einen zulegen, wenn ich das nötige Kleingeld gerade über hätte. Und ich wüsste auch schon ein paar Leute, denen ich so einen “personal calendar” schenken würde.

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5
Mar

Kalligraphie Workshop – Bericht

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Der Workshop ist schon eine ganze Weile her, aber den Bericht bin ich Euch ja noch schuldig…

Die Kurzfassung: Es war super! Die Räume der Pfarrbibliothek Korneuburg waren voll mit interessierten Besuchern und ich war schrecklich aufgeregt. ;) Der Vortragteil lief gut und die ganzen Anschauungsobjekte, die ich mitgebracht hatte, wurden neugierig beäugt, betastet und weitergegeben – Muster von Pergament und verschiedenen Qualitäten Büttenpapier machten ihre Runden und die Besucher gingen mit den unterschiedlichen Kalligraphiematerialien auf Tuchfühlung.

Kalligraphie Workshop

Ein weiteres Highlight waren “Sonderschriften” wie beispielsweise die Blindenschrift “Braille”, die auf einem 2×3-Punkte-System beruht. Mit Einführung vom Computern wurde das Schriftsystem um zwei weitere Punkte erweitert um Sonderzeichen wie das @ abzudecken. Letzteres hatte auch Rätsel aufgegeben, denn das Zeichen ist keinesfalls erst mit den eMails entstanden, sondern ist schon im Mittelalter als kaufmännisches Zeichen belegt. Noch viel älter und dafür bis heute nicht entschlüsselt sind übrigens die Rongorongo-Tafeln von der Osterinsel. Die Kurrentschrift konnten dafür fast alle Anwesenden problemlos lesen!

Genug der Theorie, vom Schreiben sprechen macht noch keinen Kalligraphen. Und so wurden im Anschluss noch Gänsefedern geschnitten, Tinten, Tuschen und verschiedene Schriften ausprobiert und schließlich gestalteten die Besucher sich ihre eigenen Lesezeichen. Außerdem wurden Briefe aus Weltkriegszeiten gelesen und einige versuchten sich an Braille.

Das viele positive Feedback lässt mich hier behaupten, dass alle Anwesenden Spaß hatten – ich jedenfalls kann es von mir mit Sicherheit bestätigen. ;) Und für die Zukunft habe ich beschlossen, die Feder wieder öfter zu schwingen. ;)

Herzlichen Dank an das Team der Pfarrbibliothek Korneuburg für die herrausragende Zusammenarbeit und an alle Teilnehmer – es war mir wirklich ein Vergnügen!

7
Feb

Der Onyx Boox-60 im Uni-Praxistest

categories Erfahrungsbericht, Hardware, Universität, eBooks | wong it!    

Kürzlich gab es beim Literaturcafé einen Test zum Sony PRS-600 zu lesen, dem Gerät, das derzeit am deutschen Markt das wohl am verbreitetsten ist und das ich vor Kurzem beim Thalia vor Ort mit meinen Uniskripten testen durfte. Leider hat er mich besonders wegen der merkwürdig geteilten Anzeige von PDFs nicht überzeugen können – im oberen Teil des Bildschirms wurde eine Übersicht der A4-Seite gezeigt, darunter dann der ausgelesene Text noch einmal. Für wissenschaftliches Arbeiten nicht gerade brauchbar, außer man macht sich die Mühe, alle Unterlagen zu konvertieren, was mit einer kostenlosen Software wie Caliber durchaus möglich aber auch zeitaufwändig ist.

Ein weiteres Gerät am eReading-Himmel machte nun schon seit einer Weile von sich die Kunde und ich hatte das Glück, den Onyx Boox-60 für den Unibetrieb nun genauer unter die Lupe nehmen zu können.

Erster Eindruck
Boox-60 out of the boxMein erster Eindruck war durchaus positiv. Der Reader steckt in einer schwarzen Kunstlederhülle, die sich wie ein Buchumschlag aufklappen und halten lässt. Dabei waren noch USB-Kabel, Ladegerät und eine Kurzanleitung und alles zusammen in einer schnörkellosen, robusten Verpackung. Nichts zu meckern. Die Neugierde hat natürlich sofort gewonnen und ich war positiv überrascht, dass der Reader von Werk aus zu gut 90% geladen ankam – dem sofortigen Kennenlernen stand nichts im Wege. Bücher waren keine vorinstalliert, aber eine 2GB SD Karte dabei, die schnell mit den wichtigsten Uniskripten und zwei “Freizeitbüchern” versehen im Boox-60 landete.

Äußerlichkeiten
Onyx Boox-60Die erwähnte Schutzhülle bestand sofort den Praxistest – am Sofa liegen und den Reader wie ein Buch halten funktioniert einwandfrei. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar, auch die SD Karte kann man ungestört einsetzen und herausnehmen. Dank einer Aussparung an der Hinterseite kann man auch problemlos an den Stylus gelangen. TOP!

Nimmt man den Boox-60 aus der Hülle heraus, liegt die Oberfläche frei – das schlichte weiße Design der Vorderseite erinnert etwas an einen iPod vergangener Generationen. Generell nichts Schlechtes. Die Rückseite ist nur im oberen Teil aus demselben weißen Kunsttoff, der untere Teil scheint aus gebürstetem Metall zu bestehen und fühlt sich etwas stumpf an. Ich fand die Haptik der Rückseite nicht sehr ansprechend und auch meine Kommilitonen waren nicht sonders angetan davon. Also, Hülle wieder drauf und alles ist gut.

Das Display kann gegenüber dem des Sony PRS-600 überzeugen. Da spiegelt nichts und die Schrift ist in allen Lebenslagen und Lichtverhältnissen scharf und gut lesbar. Einen Tick dunkler könnte sie sein, aber das ist möglicherweise persönliche Geschmackssache. Wobei das Lesen im Kinosaal dann bei einsetzender Werbung mangels Hintergrundbeleuchtung ausfiel… ;) Aber ein normales Buch hätte da auch nicht besser abgeschnitten.

Lesen
Die Menüführung des Boox-60 ist recht komfortabel und intuitiv bedienbar. Deutsch lässt sich zwar bereits als Menüsprache auswählen, funktioniert aber noch nicht; alles wird nach wie vor in Englisch angezeigt – das soll sich aber wohl mit dem kommenden Firmware-Update geben.

Mit dem Drücken der Power-Taste geht der Boox-60 in Standby, den er übrigens gute drei Tage aushält. Nettes Extra: wechselnde Bilder als Bildschirmschoner! Aus dem Standby ist der Boox-60 in 5 Sekunden wieder startbereit. War er vorher ganz abgeschlaten braucht er 17 Sekunden bis zur Einsatzbereitschaft.

Standard-Funktionen wie Bookmarks (Lesezeichen), etc. funktionieren alle einwandfrei. Nichts zu meckern. An allen Windows- und Linux-Rechnern wurde er Reader nach dem Anstecken via USB-Kabel (Standard-Mini-USB) anstandslos als Externlaufwerk erkannt und das Laden der Dateien funktioniert überall ganz einfach per drag’n'drop. SUPER! Einen Mac hatte ich leider nicht für Testzwecke zur Verfügung, vermute hier aber auch allgemeine Problemlosigkeit.

Nicht ganz so simpel (soll heißen: man muss schon im Internet nachlesen) ist das Installieren verschiedener Wörterbücher für den Boox-60 und eigene Schriften kann man ihm auch noch hinzufügen.

Praktisch ist auch die einblendbare Uhr – zum Lernen zwischen den Vorlesungen nett. Gut wäre noch eine kleine Alarm-Funktion, dass man den Anfang der nächsten Veranstaltung nicht verpasst.

Der Boox-60 und die Uni-Skripten
Wie gesagt habe ich den eReader mit in die Uni genommen und auch einigen Kommilitonen zum Testen in die Hand gedrückt. Die Textfiles und Text-PDFs waren allesamt kein Problem, nur die Randnotizen, auf die sich alle sehr gefreut haben, konnten nicht wirklich überzeugen – einigen war der Druck zuviel, den man auf das Display aufbringen muss damit sich “überhaupt etwas tut” und generell ist das Schreiben mit dem Stylus auf dem Touchscreen zu ungenau. Da kann ein Strich schonmal 6 Millimeter neben der eigentlichen Aufdrucksfläche erscheinen. Die Schrift wirkt pixelig und wird irgendwann einfach zu krakelig. Vor allem wird die Genauigkeit zum Rand des Touchscreens hin immer schlechter – also genau da, wo man Nozizen normalerweise macht. Für Markierungen im Text und Ausrufezeichen am Rand langt es aber allemal.

Eine Anregung kam von einer Kommilitonin: eventuell wär eine Randnotizfunktion wie sie beim OpenOffice oder auch M$Word vorhanden ist eine Alternative zum sinnvollen Exzerpieren von Texten, wobei mir persönlich da die Eingabe wohl ein wenig zu umständlich werden würde.

Positiv fiel dagegen auf, dass man ein doppelseitiges A4 Bild-PDF gut im Landscape-Modus lesen kann und eine Scan-Seite wird komplett angezeigt, sprich: es sind auch die Seitenzahlen gut zu erkennen, was beim wissenschaftlichen Arbeiten entscheidend ist. Wem die Schrift zu klein oder auch zu groß ist, der kann bei Bild-PDFs zwischen insgesamt 12 Zoom-Faktoren wählen. Es gibt dabei auch einen Auswahl-Zoom, die größte Vergrößerung sind 400%. Für Textdokumente gibt es 5 Schriftgrößen.

Basisfunktionen wie Blättern oder Menüführung können sowohl mit dem Stylus als auch mit dem Steuerkreuz bedient werden, wobei es sich als am praktischsten herausgestellt hat, beim Exzerpieren (also Lesen mit angeschalteter Annotations-Funktion für Randbemerkungen, etc.) mit dem Steuerkreuz zu blättern und den Stylus nur für die Anmerkungen zu nutzen.

WLAN & WLAN im Hörsaal
der Vienna Writer's Blog auf dem Boox-60Generell funktioniert WLAN mit dem Boox-60 ganz problemlos. Leider fehlt eine direkte Eingabe der URL, man ann Seiten nur über die Google-Suche erreichen. Voreingestellt sind Google, Wikipedia, Adobe und die Herstellerhomepage Onyx.

Wurde ein Netzwerk bereits einmal verbunden, startet der Boox-60 diese Verbindung automatisch. Sind mehrere drahtlose Netzwerke verfügbar von denen keines bisher verwendet wurde, kommt man auf eine Auswahlseite, auf der im Übrigen unten auch gleich die Mac-Adresse des Gerätes angezeigt wird – praktisch. Der Boox-60 unterstützt Verschlüsselungen WEP open und shared und hatte mit keinem der getesteten Drahtlosnetzwerke Probleme. Leider war das freie Studentennetzwerk am Campus defekt als ich dort war, aber ich vermute, das auch dieses einwandfrei funktionieren dürfte, das hat auch mit dem Palm Pilot immer hingehauen.

Für animierte Inhalte und Flash-Seiten ist das Display des Readers jetzt nicht direkt geeignet, aber für eMails und reine Informationssuche ist das Gerät tatsächlich brauchbar.

Musik
Ja, der Boox-60 spielt auch MP3s ab. Was ich etwas irritierend fand war, dass man die Lautstärke wohl nur mittels des an der Unterkante angebrachten Schalters ändern kann, aber generell ist die Musikwiedergabe während des Lesens kein Problem.

Studentenwünsche

* eine Funktion, mit der man Notiz-Verlinkungen in ein “Bild-Pdf” einfügen kann (also dass man dann am Rand z.B. einen Punkt hat, auf den man klicken kann und wo sich dann ein kleines Fenster öffnet, in das man (ähnlich wie bei der Word-Notiz-Funktion) etwas hineinschreiben kann)

* USB-Anschluss damit man z.B. eine Tastatur anschließen könnte und einen USB-Stick um Uniskripten direkt auf den Reader kopieren zu können

* Alarm-Funktionen, dass man beim Lernen zwischen den Vorlesungen den Anfang der nächsten Veranstaltung nicht verpasst

* Diktiergerät-Funktion (mit langer Aufnahmezeit um die Vorlesung aufzunehmen)

* externer Lautsprecher für Audiobooks und aufgenommene Sprachnotizen & Vorlesungen

* Kalenderfunktion (wie Sunbird bzw. Thunderbird-Kalender oder überhaupt einen Kalender der auf Google-Calendar zugreift) (wobei man ja über den Browser eh auf den Google-Kalender zugreifen kann…)

* Hintergrundlicht das man aber auch ausschalten kann

* verbesserte Schreib-Funktion

Fazit

+
plattformübergreifende Kompatibilität
Landscape-Ansicht in welcher man doppelseitige PDFs auch noch gut lesen kann
PDF-Zoom
Text-Markierungen
Annotations-Funktion
lange Akkulaufzeit
angenehmes Display auch bei stundenlangem Lesen; kein Spiegeln, etc.
WLAN
Mac-Adresse wird angezeigt, man muss nicht suchen

-
für’s Exzerpieren dürfte das Display eine Nummer größer sein
Touchscreen zu ungenau (vor allem zum Rand hin)
Refresh-Zeit ein klein wenig zu langsam (wobei es bei ausgeschlatetem “Full-Refresh” ok ist)
Haptik der Rückseite unangenehm (was sich mit dem Cover auch erledigt hat)

Generell waren wir uns alle einig: ein guter Anfang und vor allem gegenüber dem Sony PRS-600 wirklich im Unibetrieb brauchbar. Das tonnenhafte (und teure) Ausdrucken von Skripten könnte wirklich bald ein Ende haben und die Rückenschmerzen vom Bücherschleppen ebenso. Für den stetigen Gebrauch im Uni-Alltag ist der Boox-60 zwar noch etwas lückenhaft und ein 9″ Display wäre dem komfortablen Arbeiten sicher zuträglich, aber der Anfang ist gemacht. Das Interesse bei den Studenten, denen ich das Gerät gezeigt habe, ist durchaus geweckt und sie konnten sich vorstellen, einen eReader für den Uni-Alltag zu benutzen – wenn auch vielleicht eher ein 9″-Gerät. Der große Vorteil des eReaders ist tatsächlich das nicht-spiegelnde Display, das das lange Lesen und Lernen gegenüber dem an einem Computerbildschirm deutlich angenehmer macht. Auch die Möglichkeit, Textpassagen zu markieren und vor allem Randnotizen zu machen (wenn auch noch nicht optimal) ist hervorragend für Schüler und Studenten geeignet. Eventuell wäre dies sogar ein Anwendungsbereich für Lektoren, würde man sich und den Autoren ganze Papierfluten ersparen!

Ich bin schon gespannt, was Onyx uns im Laufe der nächsten Monate noch präsentieren wird und wie lange es noch dauert, bis die “technische Revolution” auch am Campus Einzug hält (und damit meine ich nicht flächendeckende Online-Einschreibung die zu unnötigen Wartesemestern führt ;) ).

Rating: ★★★½☆

GUTSCHEIN!!!
Das Beste zum Schluss: Ich kann stolz verkünden, dass Onyx für den Vienna Writer’s Blog einen -10%-Gutschein auf den Onyx Boox-60 zur Verfügung gestellt hat. Das heißt, Leser des VWB bekommen den Boox-60 um 296,95€! Einzulösen mit dem Code “Onyx-Boox-10%-off-austria” (die “” weglassen) bei ebookreaderstore.de.

Onyx Retail | Onyx Deutschland

30
Nov

NaNoWriMo / PeDisWriMo

categories Erfahrungsbericht, NaNoWriMo, Schreiber-Alltag | wong it!    

PedDisWriMo 2009Der NaNoWriMo liegt in den letzten Zügen und ich stecke mitten in der Diss… Laut NaNo-Wordcount habe ich es immerhin schon auf 19.256 Wörter geschafft. In Seiten sind das ganze 107 Stück. Schon nicht schlecht.

nanowrimo wordcount

Ich habe zwar während meines Personal Dissertation Writing Month bei Weitem wieder nicht so viel geschafft, wie ich mir vorgenommen habe, aber ich habe überhaupt wieder angefangen zu schreiben, habe Struktur in meine wirren Notizen gebracht und das erste Kapitel fast fertig bekommen. Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass ich nicht auf meine vorgenommenen 200 Seiten gekommen bin, aber ein bissi stolz kann ich schon auf mich sein, denn ich glaube, dass das Wenige, das ich geschafft habe, qualitativ ziemlich gut geworden ist. Vor allem habe ich meine Motivation wiedergefunden, zum Teil wirklich dank Judith Wolfsberger: “frei geschrieben”, zum Teil weil die Vernunft dann doch immer über alle Unlust und Verzweiflung angesichts der Bücherberge siegt.

8
Nov

PeDisWriMo – erster Wochenrückblick

categories Erfahrungsbericht, Universität | wong it!    

PedDisWriMo 2009So schnell vergeht die Zeit – die erste Novemberwoche ist schon um… Zeit für einen ersten PeDisWriMo-Rückblick.

Ich habe noch kein Wort geschrieben, aber eine Menge geschafft. Klingt bei dem Projekt jetzt zwar widersprüchlich, aber ich gebe zu, ich wollte einen wissenschaftlichen Text nicht einfach so aus dem Handgelenk schütteln – der Himmel weiß, wie gern ich das können würde! ;) Stattdessen habe ich meine 91 Seiten an Gedanken, Zitaten und wirren Diagrammen mehrerer Revisionen unterzogen, befunden, dass sie durchaus brauchbar sind, einen ganzen Stapel an Mindmaps, Clustern und weiteren wirren Pfeildiagrammen angelegt und den gesamten Inhalt erst einmal neu strukturiert. In meinem Kopf herrscht nach dieser Prozedur schon erst einmal wieder mehr Ordnung und die Zuversicht, dass auch 300 Seiten Wissenschaftstext schaffbar sind. Hurra.

Morgen geht es dann endlich wieder ans Schreiben. Nach einer Durchsicht meiner Leseliste habe ich beschlossen, dass nur noch ein Buch für die Grundlagen von Kapitel 1 fehlt – das meines Betreuers. ;) Ich denke, dass ich auch mit einer etwas verschlankten Leseliste eine brauchbare Arbeit fabrizieren kann – bei dem Mist, der leider zu oft in den Fachbüchern steht bin ich schneller (und hoffentlich auch besser) alleine.

Also, auf zu Woche 2!!! *vorfreu*

24
Jun

Netbook News

categories Erfahrungsbericht, Hardware, Internet | wong it!    

Heute ist das Austauschgerät für mein Montags-Netbook von MSI angekommen und ohne Umweg bei ebay gelandet. Wer also ein Netbook sucht und ein weißes MSI Wind U100 in der Luxury Edition in Betracht zieht, ist herzlich eingeladen, mir ein Angebot zu machen… ;)

19
Jun

Unglaublich: Neues von MSI!

categories Erfahrungsbericht, Hardware | wong it!    

Man fasst es nicht, heute kam ein eMail, dass das Netbook getauscht wird. Ich muss nur noch ein Fax unterschreiben und hinschicken… Aber hey, es hat ja nur 5 Monate gedauert! ^^

3
Jun

Going… Going… Gone?

categories Erfahrungsbericht, Hardware | wong it!    

So, seit heute früh ist das Netbook übrigens wieder auf dem Weg. Nach Polen und diesmal zur Return-Abteilung. Mal sehen, was nun passiet; zuletzt hat die Kamera mal wieder funktioniert… ^^

27
May

Es reicht.

categories Erfahrungsbericht, Hardware | wong it!    

Netbok ist wieder da. Bios-Update, Kamera soll wieder funktionieren. Tut sie aber nicht. Zumindest nicht immer -> ??? Mal tut sie’s, mal tut sie’s nicht – jeweils nach dem Hochfahren natürlich. Höchst mysteriös! Und ja, sie ist über die Funktionstasten eingeschalten. Also angerufen und gefragt, was sie nun zu tun gedenken… Ein Herr [der freundliche Mitarbeiter an der Hotline hatte den Namen des zuständigen Menschen vergessen] wird sich nun mit mir via eMail in Verbindung setzen. Mal sehen, wie lange das diesmal dauert und ob MSI sich überhaupt mit Kunden via eMail in Verbinung setzt… Bei Telefonen geht das ja auch nicht…

15
May

MSI. Mal wieder. *updated*

categories Erfahrungsbericht, Hardware | wong it!    

So, heute früh waren die drei Wochen voll, die wir nun schon auf den Rückruf gewartet haben. Also habe ich mich die 10 Minuten in die Warteschleife geworfen und nach dem entscheidungsfähigen Menschen gefragt. Der war natürlich heute nicht im Haus und überhaupt wäre das eine Fehlinformation gewesen, dass MSI überhaupt Rückrufe macht, das wäre ja ganz was Neues… Ein anderer Mensch derselben Abteilung erklärte mir dann, dass ich das Netbook erst einmal einschicken muss, ehe entschieden werden kann, ob es nun getauscht wird oder nicht. ^^ Also bekam ich das Versandetikett erneut zugesandt und laut Plan kommt UPS am Nachmittag und holt das “gute Sück” wieder ab. Diesmal geht es dann nach Polen. ^^

Da ich heute am Nachmittag eine Verabredung hatte und erst am Abend nach Hause gekommen bin und auch am Montag lange Uni habe, hab ich also den UPS Abholservice ins Kaffeehaus bestellt, um das Netbook abholen zu lassen. Hat klasse funktioniert! Der UPS-Mensch war zwar völlig verwirrt, aber abgeholt hat er es dennoch. Sogar in -16 Minuten… Sprich, er war schon um 14:44Uhr dort. Zum Glück waren wir auch früher dran. Das Netbook ist also wieder unterwegs! Blöderweise fiel mir dann daheim auf, dass ich den Zettel mit dem anzuhakenden Fehler und die Rechnungskopie in der Eile heute früh daheim hab liegenlassen – andererseits hatten sie das Gerät schon 2x da und die die RAK-Nummer steht ja dran… *schwitz*

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