Vom Manuskript zum Buch…
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28
Jun

Diane Setterfield: “Die dreizehnte Geschichte”

categories Buchrezensionen, Große Vorbilder, Tipp! | wong it!    

Beeindruckend! Das war der erste Gedanke beim Lesen des Debutromans von Diane Setterfield. Spannend und ausgezeichnet erarbeitet und vor allem immer wieder überraschend. Schon allein der Aufbau und die Einführung der Charaktere hat mich sehr begeistert. Die Geschichte kann jederzeit spielen – heute, vor 50 oder vor fast 100 Jahren. Die epische Sprache erinnert an Jane Austen und Charlotte Bronte und ist in weiten Strecken einfach nur herzerfrischend. Und für Archivare, Buchhändler und Autoren ein echtes Lesevergnügen! Ich kann leider nicht viel vom Plot wiedergeben, da ich sonst schon zuviel verraten würden – nur Folgendes:

Die junge Margaret lebt und arbeitet im Antiquariat ihres Vaters, sie kennt jedes einzelne Buch im Laden. Schon seit ihrer Kindheit. Sie liebt die toten, vergessenen Autoren, die alten Bände, alten Geschichten. Noch nie hat sie ein neues Buch gelesen. Umso überraschender, als sie eines Tages einen Brief der Bestsellerautorin Vida Winter erhält, für die sie jetzt ihre Biographie schreiben soll… Und es bleibt ungwiß bis zur letzten Seite!!!

Rating: ★★★★½

28
Jun

Die Ösis und die Piefkes

categories Internet, Kaffeehaus, Schreiber-Alltag | wong it!    

Es ist kaum zu glauben, aber der Standard-Artikel bringt die Diskussion mal wieder ins Gedächtnis – der Autor benennt es mit “Germanophobie” und es findet hier täglich statt. Aufhänger war offenbar ein ‘etwas’ zu ruppiger Umgang mit einer deutschen Journalistin, was darauf folgt finde ich noch viel schockierender: (Zitat)

“Ein anderes Beispiel für die irrtümliche Anwendung transparenter Standards nach westeuropäischem, gar deutschem Vorbild: In der ORF-Debatte “Im Zentrum” kritisiert der Theologe Ulrich Körtner – österreichischer Staatsbürger mit deutschem Akzent – den Arzt Johannes Huber. Daraufhin muss sich Körtner von Huber sagen lassen, er habe ja keine Ahnung, schließlich gelten ja in Österreich andere Standards, “als dort, wo Sie herkommen”. Moderator und Co-Diskutanten schweigen.

Die Standards, kurz zusammengefasst: Rechtsstaatlichkeit, öffentliche Debatte, Benennung und Übernahme von Verantwortung, Respektierung von Minderheiten- und Verfassungsrechten: eine Kärntner Ortstafeldebatte wäre in Deutschland denkunmöglich.”

Daß genannter Professor Körtner hier an der Wiener Universität der Zweitgutachter meiner Dissertation ist, war nur der Grund für den vordergründigen Schreck, viel tiefer sitzt die Verwunderung, daß “Germanophobie” nicht nur auf der Straße passiert, sondern offenbar auch in Kreisen, in denen man ein gewisses Maß an intellektueller Leistung erwarten können sollte, zumal es sich nicht um eine politische Debatte handelt, sondern um sichtbar persönliche Probleme mit der Herkunft des Gesprächspartners.

Mir selbst ist es ja auch schon passiert, ein sehr unerfreuliches Erlebnis im Jänner 2006. Das erste und hoffentlich (!!!) letzte seiner Art. Ich saß grad im Hawelka, hatte meine Mélange grad vor mir stehen und eben die ersten drei Zeilen gelesen, da setzten sich zwei Herren mittleren Alters und höherer Promillezahl zu mir an den Tisch. Der eine sehr nett, sehr freundlich, Regisseur von irgendwelchen Filmen, der andere war leider überhaupt nicht nett – und Polizist. Der ist mir dann auch ein wenig zu nah getreten; legte die ganze Zeit seinen Arm auf mein Bein und fing irgendwann an, an mir rumzugrabschen, was zur Folge hatte, daß Herr Hawelka senior irgendwann rüberkam und sich für die Gäste entschuldigte. Aber unschön war vor allem, als der Polizist mich dann lautstark beschimpfte, daß ich widerliche Deutsche ja den guten Österreichern ‘nen Studienplatz wegnehme und das ganze Hawelka konnte Wort für Wort hören, daß ich böse Deutsche mich dort ja eingeschlichen habe um die guten Österreicher auszunutzen und daß ich doch bitte wieder dahin gehen soll, wo ich hergekommen bin. Das hat wirklich gesessen… Sowas hatte ich ja noch nie! Dem anderen Herren war das sehr peinlich und Herr Hawelka junior war auch die ganze Zeit im Blickfeld, daß nicht noch mehr passiert und hat den Polizisten dann kurz später auch hinausbefördert…

27
Jun

Die Anekdote mit dem Fischer Verlag

categories Schreiber-Alltag, Verlage | wong it!    

Da denkt man, man ist bei den “großen Verlagen” gut aufgehoben – Pustekuchen! Bei einem meiner Besuche der Leipziger Buchmesse hatte ich eine Handvoll Exposées dabei und eines davon hatte ich beim Stand des Fischer Verlags gelassen. Schon kurz darauf erhielt ich dann Post, daß ich doch bitte das ganze Manuskript einreichen soll, weil das Exposée ja schon so vielversprechend war. Kurz: der Traum eines jeden (Jung)Autoren. Auf die Einsendung des Manuskriptes erhielt ich dann wieder ein höchst begeistertes Schreiben, im Anhang eine Auflistung des erforderlichen Druckkostenzuschusses, gestaffelt in drei mögliche Modelle, je nachdem, ob ich Farbdruck wünsche oder nicht. Maximal 152 Seiten, 1.000 Exemplare -> 6.913,60€. Und zwar für die Herausgabe im R.G. Fischer Verlag, edition fischer, edition litera und Fischer & Fischer Medien!!! Eine befreundete Buchhändlerin hatte schon gemeint, daß ein oder zwei der Unterverlage nicht so ganz das Wahre wären, aber der verlangte Druckkostenzuschlag galt für alle Fischer Verlage.

Nun gut, ich als Studentin konnte mir das natürlich nicht leisten, habe dem Verlag geschrieben, daß es mir finanziell nicht möglich ist. Darauf kam das Angebot, das Manuskript quasi in die Warteschleife zu stellen, daß es dann später aus dem Verlagskontingent publiziert werden könnte. Ich willigte ein und bekam dann im Folgejahr sehr unhöflichen Kontakt mit einer Dame des Fischer Verlags, die nachfragte, ob sie mein Manuskript nun endlch vernichten dürften, wenn ich bei ihnen schon nicht publizieren will… -> ??? Was heißt bitteschön NICHT WILL??? Ich habe nur keine 7.000€ und selbst wenn ich sie hätte, würde ich sie sicher nicht dem Fischer Verlag hinterdreinschmeißen! Und nach solch unhöflichen Gebahren schonmal gar nicht.

27
Jun

Mal wieder der falsche Verlag…

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Große Freude auf Seite 1 – eine Verlagszusage vom Novum Verlag!!! Seite 2 brachte dann die Ernüchterung – Druckkostenzuschuß! 4.590€ für 90 Seiten Paperback und 3.000 Exemplare. Das sind zwar für dasselbe Manuskript schonmal fast 3.000€ weniger als bei Frieling und Fischer (wobei mir einfällt…!), aber abgesehen davon, daß ich das Geld nicht habe, beherzige ich eh gerne den immer wieder gehörten Ratschlag: “Finger weg von Zuschußverlagen!”… Können die Verlage nicht gleich von vornherein als solche gekennzeichnet sein? Das würde viel Arbeit ersparen… Viele Verlage stehen ja schon im Autorenjahrbuch unter “Zuschußverlage”, aber ein ganzes Teil leider eben auch nicht…

Schade. :(

26
Jun

Komische Gedichte für Anthologie gesucht!

categories Kalender, Schreiber-Alltag, Wettbewerbe | wong it!    

Der Lerato-Verlag sucht komische Gedichte für Anthologie

Die besten komischen Gedichte werden als Anthologie veröffentlicht. Pro Autor dürfen maximal zehn Seiten mit maximal zehn Gedichten eingesandt werden. In das angehängte Dokument gehören auch eine kurze Vita und Kontaktmöglichkeiten. Sowohl Teilnahme als auch Veröffentlichung sind kostenlos. Ein Anspruch auf Honorar besteht nicht, jedoch erhält jeder veröffentlichte Autor ein Belegexemplar.

Einsendeschluß: 30.06.2007

Kontakt: Komische-gedichte@lerato-verlag.de; Jan-Eike Hornauer; Tel. 089-30004637

26
Jun

1. Kempener Literatur-Wettbewerb

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Literarische Kurzformen gesucht: Geschichten, Anekdoten, Gedichte, Liedtexte, Szenen, kleine Dramen

Ziel des 1. Kempener Literatur-Wettbewerbs ist es, das Schreiben als Vergnügen zu entdecken, frei nach dem Motto: Wer schreibt, der bleibt! Es geht darum, etwas zu Papier zu bringen, das von Bestand ist. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Texte der drei Gewinner werden veröffentlicht.

Einsendeschluß: 30.06.2007

Kontakt: Buch Verlag Kempen; St. Huberter Straße 67, 47906 Kempen; Tel. 02152-1489536

21
Jun

Autorenstammtisch im Second Life

categories Internet, Kalender, Second Life, Skypecast, Termine, Tipp! | wong it!    

Entgegen aller Skepsis ob der virtuellen (Un)Möglichkeiten gibt es ab heute jeden Donnerstag einen Autorenstammtisch im Second Life. So lesen wir in der Einladung des Literatur-Cafés… Natürlich sind auch Nicht-Schreiberlinge herzlich willkommen

“Der Stammtisch befindet sich im digitalen Baden-Württemberg. In Second Life einfach den Suchbegriff »baden-wuerttemberg« (mit Bindestrich und ue!) eingeben oder aber direkt diesem Link folgen:

slurl.com/secondlife/Baden-Wuerttemberg/146/36/24

Ggf. steht wieder eine Tonübertragung und die Diskussionsmöglichkeit per Skypecast zur Verfügung. Näheres ist dann kurz vor der Veranstaltung direkt in Second Life zu lesen.” (Zitat Literatur-Café)

Kein Dorfers DonnersTalk sondern ein Tischers DonnersWrite; nun denn, ich hoffe, ich habe heute endlich einmal Zeit, selbst dabeisein zu können!

21
Jun

Adobe Digital Editions 1.0

categories Erfahrungsbericht, Internet, Softwarerezensionen | wong it!    

Auf Chip Online begrüßte mich am Morgen die Meldung: “iTunes für eBooks: Adobe stellt Digital Editions vor”. Nachdem die Betaversion vor Kurzem noch nicht wirklich zu gebrauchen war, war ich ja nun doch neugierig, was die erste fertige Release jetzt so kann. Mit einigen Klicks also zum kostenlosen Download und in wenigen Sekunden war alles betriebsbereit, inclusive einiger freier eBooks zum Ausprobieren.

Äußerlich sieht Digital Editions aus wie ein etwas zu dunkel geratenes iTunes, nur im Flash-Format. Schlicht und ergreifend mit intuitiver Benutzeroberfläche. Ob das nun unbedingt dunkelgrau-schwarz-orange sein muss ist Geschmackssache, aber wenigstens lenkt nicht unnötiger Schnickschnack vom Wesentlichen ab.

Die Bibliothek ist übersichtlich und lässt sich beliebig mit “bookshelves”, sprich virtuellen Bücherregalen erweitern. Im Prinzip nichts anderes als Playlists bei iTunes, etc. So kann man dann aber auch seine Bücher nach Genre oder Autor oder wie man gerade möchte sortieren. Die Bücher werden als Thumbnails dargestellt, mit Cover falls vorhanden.

Die mitgelieferten Samples funktionieren einwandfrei, die Schrift ist gut lesbar – endlich eine leichte Serifenschrift, die Beta hing noch sehr am schwer leserlichen Sansserif… Und, unfassbar aber wahr: man kann endlich scrollen! Und beim Ändern der Fenstergröße geht die Zeile auch nicht mehr verloren… Ein großes Plus an die Entwickter -> +

So weit, so gut. Es folgt der Klick in die eigene elektronische Bibliothek… Es erstaunt wenig, dass ausschließlich Dateien in den Formaten PDF und EPUB erkannt und gelesen werden können, etwas ärgerlich ist es dennoch, schließlich haben sich über die Jahre dann doch verschiedene Formate angesammelt und ehrlich gesagt nervt es ja doch, für jedes Buch einen anderen Reader installieren zu müssen, aber es kann ja kein Entwickler ahnen, dass es Nutzer gibt, die schon seit Jahren eBooks lesen… ^^ Wenigstens ist Adobe wohl davon abgekommen noch ein weiteres Format extra für Digital Editions durchzusetzen, Containerformate hin oder her. Stattdessen hat Adobe eine “Ausleih-Funktion” eingebaut. Man kann bei verschiedenen Bibliotheken kostenlos Bücher herunterladen, die dann nach entsprechender Zeit ablaufen und nicht mehr lesbar sind. Danach muss man sie vom Rechner löschen, quasi zurückgeben. Dies kann man auch bereits vor Ablauf der Ausleihfrist tun, was anderen Interessenten insofern zugute kommt, als dass die Bibliotheken wohl nur eine begrenzte Zahl an ausleihbaren Downloads zur Verfügung stellen. Ein guter Ansatz! Ich bin gespannt, ob der sich durchsetzen kann. Für Studenten wird dies sicher zum Teil dadurch entschieden, ob die Print-Funktion bei ausgeliehenen Unibüchern funktioniert; ich wäre sehr dafür! Wobei “alles auswählen” (Ctrl+A) in der Version 1.0 nicht funktioniert.

Was noch etwas nervt sind die durchgehend sehr pixeligen Coverbilder. Eine interne Umwandlung in Vektorgrafiken wäre optisch sicher nett… Aber gut. Es sieht so aus, als hätte sich Adobe die meist lautstarke Kritik an der Betaversion zu Herzen genommen. Wenn die nächste Version dann noch News und RSS-Feeds liest und es auch noch Plugins für diverse andere e-Formate gibt, bin ich schon beeindruckt. Und für diejenigen bei denen es noch am Englischen hapert, sollte es bald auch Versionen in den jeweiligen Muttersprachen geben…

Rating: ★★★½☆

20
Jun

Ideensturm im Fiebertraum

categories Inspirationen, Schreiber-Alltag | wong it!    

Es ist ja so unfair – ich hatte so schöne Ideen und jetzt krieg ich sie einfach nicht mehr zusammen… Da liegt man einmal mit Fieber im Bett und es erspinnen sich ganze Plots wie von selbst im Fiebertraum und am Ende sind sie alle wieder weg. *schnüff* Naja, werd ich wohl doch wieder “ganz normal” arbeiten müssen… ;)

17
Jun

Toyrun 2007

categories Schreiber-Alltag | wong it!    

Ja, auch Schreiberlinge können Beschäftigungen nachgehen, die nichts mit Papier zu tun haben! ;) Heute war es mal wieder soweit, der 15. Toyrun – Biker für Kinder – ist bei Sonnenschein und guter Stimmung verlaufen. Dieses Jahr waren 2.960 Motorräder dabei und 50.158,12€ wurden an Spenden für die Kinder eingenommen – in diesem Jahr für das NÖ Kinder- und Jugendbetreungszentrum (NÖ KiJuB) Reichenauerhof in Waidhofen/Ybbs.

Insgesamt war es ein großartiger Spaß! Nach dem Toyrun im vergangenen Jahr hatten wir beim nächsten Besuch in Deutschland meinem Vater Bilder gezeigt – seine Begeisterung fand fast kein Ende. Also schenkten wir ihm zu Weihnachten ein Flugticket nach Wien und zum Geburtstag haben wir ihm den langgehegten Wunsch vom Harleyfahren erfüllt… *s* Alles zusammen ergab dann die Toyrun-Teilnahme auf einer blauen 1200er Harley-Davidson Sportster und sehr strahlende Augen… ;)

An dieser Stelle lieben Dank an Ernstl und die Toyrun-Crew, natürlich an alle Gelbjacken und alle Mitfahrer!!! Es hat wieder großen Spaß gemacht und ich weiß zwar nicht, ob 1000KM Anflugweg auch zählen, aber den Weg hat mein Vater wohl sehr gerne auf sich genommen, um heute dabeisein zu dürfen…

Der nächste Toyrun findet am Sonntag den 15. Juni 2008 zu Gunsten der Kinder „Im Räubertal“ statt.

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